Owener Geschichte
Der Owener Gemeinderat hat das geplante Geschichtshaus in der "Beginenklause" endgültig auf den Weg gebracht: Wenn alles nach Plan läuft, wird das Museum im Dezember 2011 eröffnet - also noch im Jubiläumsjahr. Die älteste bekannte Urkunde, in der Owen erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1261. Deshalb steht 2011 in Owen die 750-Jahr-Feier an.
Owen. Bürgermeisterin Verena Grötzinger stellte zwei entscheidende Fragen: "Wollen wir ein Geschichtshaus, ja oder nein? Und wenn wir´s wollen, wollen wir es dann zum Jubiläumsjahr 2011, ja oder nein?" Am Ende der Debatte beantwortete der Gemeinderat beide Fragen mit einem überzeugenden und einstimmigen "Ja".
Architekt Matthias Grzimek stellte zunächst die Kostenberechnung vor. Demnach dürfte der Umbau am Gebäude 320 000 Euro kosten. Rechnet man die mit 126 000 Euro veranschlagte Einrichtung der Ausstellung hinzu, dann wird sich die Stadt Owen ihr Geschichtshaus insgesamt 446 000 Euro kosten lassen.
Diesen Gesamtkosten stellte Bürgermeisterin Grötzinger im Gemeinderat mögliche Fördermittel von 226 000 Euro gegenüber, die aus den verschiedensten Töpfen fließen sollen. Die Stadt müsste also mit 220 000 Euro nur etwas weniger als 50 Prozent der Gesamtkosten aufbringen. Im Haushaltsplan für 2010 sind dafür 160 000 Euro vorgesehen, ebenso in der Finanzplanung für 2011. Im nächsten Haushaltsplan würden von diesen 160 000 Euro dank der Fördermittel also nur noch 60 000 Euro benötigt werden.
Für einen der Zuschüsse sorgen übrigens Owener Einwohner selbst: Der Alt-Owen-Förderkreis stellt 25 000 Euro für das Geschichtshaus zu Verfügung. Stadträtin Sibylle Schmid-Raichle lobte den Förderkreis entsprechend für diesen "tollen Beitrag". Und Verena Grötzinger ergänzte, dass der Zuschuss ein Zeichen dafür sei, wie sehr "Alt-Owen" bereit ist, sich für das Geschichtshaus einzusetzen. Letzteres werde auch personell auf den Geschichtsverein zukommen, denn für den Betrieb des Museums ist außer einer 400-Euro-Kraft vor allem ehrenamtliche Arbeit vorgesehen. Bis dahin ist zwar noch viel zu tun. Aber nach Matthias Grzimeks Bauzeitenplan könnte sich die Ausstellung tatsächlich bereits Ende 2011 eröffnen lassen.
Andreas Volz in: Der Teckbote, 16. September 2010, Seite 21. Mit freundlicher Erlaubnis.