Das Wappen der Stadt Owen
Blasonierung: In Silber der schwarze lateinische Großbuchstabe O
Der wohl von einem Fleckenzeichen herkommende, die Initiale des Ortsnamens bedeutende Großbuchstabe erscheint in Siegeln seit dem 15. Jh. Wappenmäßig ist er seit 1535 nachweisbar. Vom späten 17. bis zum 20. Jh. lag über ihm die Württemberger Hirschstange. Im 19. Jh. trat vorübergehend ein gevierter Schild auf: in Feld 2 und 3 die Rauten der Teck, in Feld 1 ein Spaten, in Feld 4 eine Ähre. 1931 kehrte man mit amtlicher Billigung jedoch wieder zu der Vorlage von 1535 zurück und ließ die Hirschstange weg.
Anmerkung: Blasonierung ist in der Heraldik die fachsprachliche Beschreibung eines Wappens.
Zur Wortgeschichte von "Owen"
Das Wort "Owen" ist germanischen Ursprungs. Es bedeutet "Auen" und wird auch so ausgesprochen. "Auen" ist die Pluralform von "Au(e)" und bedeutet "feuchter Wiesengrund, Land am Wasser".
Der Ortsname weist also hin auf die Entstehung des Ortes in den Talauen der Lauter, wo die erste Besiedlung Owens erfolgte. Das Wort "owe" ist eine vereinfachte Schreibweise des mittelhochdeutschen Verbums "ouwe", das sich aus dem althochdeutschen "auwa, ouwa" entwickelt hat. Die lautliche Entwicklung von "ouwe, owe" zum neuhochdeutschen "Au(e)" erfolgte nach demselben Schema wie die von ahd. "frauwa" über mhd. "vrouwe, vrowe" zu nhd. "Frau".
Interessanterweise hat "Owen" seine mittelhochdeutsche Schreibweise bewahrt.
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Die erste urkundlich fassbare Erwähnung Owens
Die erste sichere urkundliche Nennung des Ortsnamens Owen unter Teck erfolgte im Jahr 1261. Der landes- geschichtliche Forscher Dr. Rolf Götz entdeckte den Namen in einer Urkunde des in Owen ansässigen Niederadligen Bertold mit dem Beinamen Übelritter, der beim Verkauf eines Wäldchens in Köngen an das Kloster Salem als seinen Herkunftsort Owen angibt.
Den Text der Urkunde in einer zeilengenauen Transkription und mit einer angenäherten Interlinearübersetzung finden Sie auf der Seite Urkunde von 1261.
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Bernhardskapelle
Die Bernhardskapelle in Owen ist ein einzigartiges Zeugnis der Bernhardsverehrung im südestdeutschen Raum im 14. Jahrhundert. Es gab zahlreiche Stiftungen von Altären und Kapellen, die nach ihm benannt wurden. Viele dieser Zeugnisse der Bernhardsverehrung gingen in der Reformation verloren. Die Bernhardskapelle in Owen blieb jedoch erhalten, sie wurde nicht wie so viele andere abgebrochen, sondern einer anderen Verwendung zugeführt.
Seit 2002 wird dieses kulturelle Kleinod als Bürgerzentrum im Ortskern von Owen im oberen Städtle genutzt. Es ist zweifellos ein kulturelles Kleinod in unserer Region, das mit seinem Bilderzyklus, auf dem Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhard dargestellt sind, regelmäßig interessierte Besucher anzieht.
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Der Konradschild
Der sogenannte Konradschild gehörte einst einem Herzog von Teck. Er stammt aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts und war ursprünglich im Chor der Owener Marienkirche als Grabschild aufgehängt. Seine Maße: Höhe 78 cm, Breite 54 cm.
Auf der Rückseite haben sich Reste von Handgriff und lederner Schildfessel erhalten. Nach einem Bericht aus dem Jahre 1551 waren im Chor noch drei weitere teckische Schilde aufgehängt, die die Namen der Herzöge Konrad, Johannes und Ludwig trugen - allerdings lassen sich diese Namen bislang nicht eindeutig zuordnen.
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Das Owener Pestbild von 1542

Transkription des Textes:Vatter Abraham sende Lazarum das er mir das auszwendigest thail in dasz waszer tauche, vnd labe meine zunge, dan Ich wirdt Sehr peiniget in disem flammen. Lucæam 16. an(no) 1542
Die Abbildung erfolgt mit freundlicher Erlaubnis der Evangelischen Kirchengemeinde Owen durch Herrn Pfarrer Ekkehard Graf. Zur vergrößerten Abbildung des Pestbildes klicken Sie bitte auf das Bild.
Link zur Seite Badstub und Säubad.
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